Edelwies Blume

Ökologie/Nachhaltigkeit

Edelwies Blume

Der Edelwies Natur- und Freizeitpark ist in die natürliche reizvolle Umgebung des vorderen Bayerischen Waldes eingebettet. Die landschaftlichen Qualitäten des weitläufigen Geländes stellen ein wertvolles Kapital für die Anlage dar und werden in das Anlagenkonzept eingearbeitet.

Im Zuge der Entwicklung des Freizeitparks wurden nachfolgende ökologische Maßnahmen umgesetzt:

 

  • Der seit 100 Jahren verrohrten Dießenbachs wurde auf einer Länge von 660 m geöffnet und renaturiert. Herstellen der biologischen Durchgängigkeit. Dieser bietet nun einen Lebensraum für die streng geschützten Arten Steinkrebs und Feuersalamander.
  • Es wurden umfangreiche Baumpflanzungen entlang Zufahrt, Parkplatz, Dießenbachschlucht und Parkgelände durchgeführt, wobei höherer Baumschulqualitäten als im Bebauungsplan festgesetztwaren, gepflanzt wurden. Die Ausfälle durch die zwei Extremsommer wurden im Herbst 2020 ersetzt. Der Dießenbach wird im Frühjahr 2021 bepflanzt.
  • Seit 2015 werden die gesetzlich geschützten Feuchtflächen unterhalb des Parkplatzes und die angrenzenden Wiesen extensiv gepflegt. Das Springkraut ist weitgehend verschwunden, die Biotopqualität hat sich deutlich verbessert, so für den streng geschützten Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling.
  • Westlich des Parkplatzes wurden 2014 umfangreiche Steinriegel mit Heckenpflanzungen als Eidechsen-Lebensraum angelegt. 
  • In den Waldbereichen am Urberberg wurden verschiedenste Nistkästen für Fledermäuse und Vögel angebracht, an der Ostseite der Gastronomie ein großflächiges Fledermausquartier.
  • Auf ca. 4,6 ha werden seit 2015 schrittweise die Ausgleichsmaßnahmen umgesetzt: Anlegen von besonnten Lichtungen an Felspartien, Unterpflanzungen mit heimischen Sträuchern, Anlegen von Kleingewässern als Lebensraum für Amphibien, Umbau Schluchtwald und Hangwald zu standortgerechtem Laubmischwald, Schaffung von liegendem und stehenden Totholz, Anbringen von Fledermauskästen und Nistkästen.
  • Es wurden Granit-Trockenmauern für notwendige Abstützungen errichtet, wobei diese regionaltypische hohlraumreiche Bauweise zusätzliche Lebensraumangebote für Eidechsen bietet .

Ganz bewusst setzen wir auf erneuerbare Energien und regionales Bauen. Die Energieversorgung erfolgt über ein Hackschnitzel-Heizkraftwerk am Urberhof. Das Heizmaterial wird vor Ort und dem Nahbereich aus den eigenen Wäldern gewonnen. Es wird angestrebt, künftig einen Teil des für die Anlage benötigten Stroms über eine Kraft-Wärme-Anlage vor Ort zu erzeugen.

 

Ebenso wird ein Großteil des verwendeten Bauholzes für Gebäude aus den eigenen Wäldern gewonnen, so. z. B. für die Gastronomie und die Nebengebäude auf der Anlage. Auch in Zukunft werden Bäume aus den eigenen Wäldern vor Ort für bauliche Anlagen eingesetzt. Die Verwendung von regional verfügbaren Baustoffen mit kurzen Transportwegen ist ein grundlegender Bestandteil des Anlagenkonzeptes. Für die 2020 erstellte Treppenanlage für das Freilichtkino wurde ausschließlich Bayerwaldgranit verwendet und auf günstigeres ausländisches Material bewusst verzichtet. Die im Freizeitparkgelände umfangreich erstellten und noch zu errichtenden Granit-Trockenmauern werden aus örtlich vorhandenem Material errichtet

 

Das Niederschlagswasser aus den befestigten Flächen aus dem Kernbereich der Anlage wird über das Rückhalte- und Versickerungsbecken unterhalb des Parkplatzes vor Ort versickert bzw. flächig den angrenzenden gesetzlich geschützten Feuchtflächen zugeführt. Dadurch wird das Biotop gestützt und möglichst viel Wasser in der Fläche zurückgehalten. Die angelegten Kleingewässer im Bereich des Dießenbachtals werden über Niederschlagswasser ergänzend gespeist.

 

Wir beabsichtigen im Zuge der weiteren Parkentwicklung die vorhandenen natürlichen Potenziale der Landschaft und der topografischen Besonderheiten zu nutzen und für die Besucher zugänglich und erlebbar zu machen. Insbesondere in den bewaldeten Flächen am Urberberg und der Dießenbachschlucht bieten Möglichkeiten attraktive naturbezogene Freizeit- und Erholungsangebote zu machen. Eingebunden in die Waldflächen sollen entlang der bestehenden Waldwege weiter Tiergehege, z. B. für Rotwild, Steinbock Mufflons u. ä. entstehen, die einen attraktiven Rundgang von der Alm zum Stauweiher bieten.